Mein Konto

Du hast Fragen?

FAQs
Kontakt

Der Kopfschmerzhelden-Blog

Migräne mit Aura

Inhaltsverzeichnis

Migräne mit Aura – Ursachen, Symptome und Behandlung

Bei der Migräne handelt es sich um eine sehr starke Form des Kopfschmerzes mit verschiedenen Begleitsymptomen. Die Schmerzen treten meistens nur auf einer Schädelhälfte aus. Eine Migräne-Attacke kann mit Aura auftreten, die sich gewöhnlich vor dem Einsetzen der Schmerzen bemerkbar macht. Typisch sind beispielsweise Sehstörungen, ein eingeschränktes Sichtfeld oder Lichtblitze, die vor den Augen gesehen werden. Die Migräne mit Aura verläuft in vielen Fällen chronisch. Nachfolgend erfahren Sie alles Wissenswerte zu den Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten.

Was bedeutet Migräne mit Aura?

Die Migräne ist weit verbreitet. 10 bis 30 Prozent leiden darunter, wobei Frauen drei Mal so häufig davon betroffen sind wie Männer. Es gibt verschiedene Formen der Migräne. Wenn neben den starken Kopfschmerzen auch noch neurologische Symptome hinzukommen, wird von einer Migräne mit Aura gesprochen. Auren erscheinen nicht bei allen Patienten. Ungefähr 15 Prozent leiden an einer Migräne mit Aura.

Welche Symptome treten bei der Migräne mit Aura auf?

Die vorübergehenden neurologischen Störungen zeigen sich bereits vor den Kopfschmerzen.
Dazu gehören:

  • Sehstörungen
  • Gesichtsfeldausfälle
  • eine veränderte Farbwahrnehmung
  • optische Phänomene wie Lichtblitze, Zick Zack Linien oder Streifen
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Missempfindungen bis hin zu Lähmungen

Die Aura kann bis zu einer Stunde dauern, selten länger. Dann klingt sie langsam wieder ab. Nun beginnt die eigentliche Migräne mit den heftigen Kopfschmerzen und der Übelkeit oder sogar Erbrechen. Die Aura ist also der Vorbote des Migräneanfalls. Die Betroffenen bekommen dadurch die Vorahnung, dass eine Migräneattacke naht.

Die neurologischen Störungen können sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In seltenen Fällen kann es zum kompletten einseitigen Verlust der Wahrnehmung kommen. Sinnesreize wie Sonnenlicht verschlimmern den Schmerz, sodass sich viele Betroffene in einem dunklen und ruhigen Raum aufhalten. Diese gesamte Migräne-Phase kann unbehandelt einige Tage lang andauern.

Wo liegen die Ursachen für die Migräne mit Aura?

Die genauen Ursachen konnten bislang noch nicht genau geklärt werden. Bei den Betroffenen werden bestimmte Bereiche im Gehirn nicht so gut durchblutet. Wissenschaftler vermuten, dass es an einem abnormalen Dopamin- und Serotoninspiegel im Gehirn liegt.

Oftmals sind mehrere Familienmitglieder davon betroffen, sodass davon ausgegangen wird, dass genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Auren sind eigentlich ungefährlich, doch Untersuchungen haben ergeben, dass das Risiko für Herzerkrankungen bei Migräne-Patienten mit Aura höher ist.

Besonders ältere Menschen sollen zudem ein höheres Risiko für einen Schlaganfall haben. Insbesondere Raucher, die unter einer Migräne mit Aura leiden, sind in verschiedener Hinsicht stark gefährdet.

Wie kann die Migräne mit Aura behandelt werden?

Es gibt für die Migräne-Aura bisher noch keine wissenschaftlich fundierte Behandlung. Weder Schmerz- noch Migränemittel können die Aura unterbrechen. Doch sie klingt auch ohne eine Behandlung meist innerhalb kurzer Zeit von allein wieder ab.

Was Sie tun können:
Wenn die typischen Aura-Symptome auftreten, sollten Sie schnell reagieren, damit die meistens nachfolgende Kopfschmerzattacke verhindert oder abgemildert wird. Nehmen Sie rechtzeitig entsprechende Schmerz oder Migränemittel und Medikamente gegen Übelkeit ein. Zudem sollten Sie sich in einen ruhigen und abgedunkelten Raum zurückziehen und entspannen. Am besten versuchen Sie zu schlafen. Die Aura-Symptome können dadurch ebenfalls gelindert werden.

Starke Medikamente wie Triptane sollten Sie jedoch erst einnehmen, wenn die neurologischen Begleiterscheinungen abgeklungen sind. Je nachdem, wie stark die Aura ausgeprägt ist, sollten Sie sich sofortig hinsetzen oder hinlegen, denn es kann aufgrund der Ausfälle der visuellen oder sensiblen Wahrnehmung zu Unfällen kommen.

Kann der Migräne mit Aura vorgebeugt werden?

Die Migräne ist nicht heilbar. Die Intensität und Häufigkeit der Anfälle kann allerdings durch verschiedene Maßnahmen verringert werden. Umweltfaktoren und der Lebensstil spielen oftmals eine wichtige Rolle bei der Entstehung. Stress, Schlafmangel, spezifische Gerüche, bestimmte Lebensmittel, Alkohol und Nikotin können einen Migräneanfall auslösen. Bei Frauen spielt auch der Zyklus häufig eine Rolle. Die Risikofaktoren sollten vermieden werden. Hierfür ist eine genaue Beobachtung erforderlich, um festzustellen, wann die Anfälle vermehrt auftreten.

Auch Akupunktur hilft bei manchen Betroffenen, wobei die Wirksamkeit jedoch nicht nachgewiesen ist. Bei sehr häufigen Migräneanfällen kann ein Betarezeptorenblocker zur Prophylaxe eingenommen werden, beispielsweise Bisoprolol.

Fazit

Die Beschwerden können unterschiedlich und verschieden stark ausgeprägt sein. Meist bleibt jedoch eine Neigung zu bestimmten Symptom bestehen. Manche Betroffene haben ausschließlich visuelle Auren, während andere Patienten zu sprachlichen und wieder andere zu neurologischen Ausfällen neigen. Sie kennen die Symptome und können sich somit bereits auf die meist nachfolgenden Kopfschmerzen vorbereiten, noch bevor sie auftreten.

Wer häufiger unter den verschiedenen Migräne-Symptomen leidet, sollte beim Arzt eine Abklärung vornehmen lassen. Dieser kann Maßnahmen einleiten, die bei der Behandlung und Vorbeugung empfehlenswert sind. Zudem können die Symptome eines Schlaganfalls den Auren sehr ähnlich sein, sodass diese ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen werden muss.

Dieser Beitrag stellt keine medizinische Beratung dar. Er ersetzt nicht den Besuch bei einem Arzt und ist auch nicht geeignet, um Diagnosen zu stellen. Weiterhin erhebt der Beitrag keinen Anspruch auf Vollständigkeit.