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Der Kopfschmerzhelden-Blog

Diese 4 Migräne Phasen solltest Du kennen

Inhaltsverzeichnis

Du leidest regelmäßig unter Migräne? Dann fragst Du Dich bestimmt oft, wie lange die Migräne dauert und wann endlich die belastenden Symptome abklingen. Bei nicht wenigen sind die Kopfschmerzen und weitere Symptome so heftig, dass sie im Alltag stark eingeschränkt und auch nicht arbeitsfähig sind. Hier wollen wir die vier Migräne Phasen näher beleuchten, um den Verlauf und vor allem auch Vorboten besser verstehen zu können.

Warum sollte ich die Migräne Phasen kennen?

Das Wissen über den Verlauf der Migräne Phase hilft dabei, sich besser vorbereiten und den eigenen Körper bewusster wahrnehmen zu können. Die akute Attacke (Kopfschmerzphase) kann bis zu 72 Stunden dauern. Das zeigt, dass je nach Schwere der Symptome eine frühzeitige Behandlung mit Medikamenten sinnvoll erscheint. Das gilt vor allem für die belastende Aura– und die Kopfschmerzphase.

Hier kannst Du Dir einen kompakten Überblick zu den unterschiedlichen Migräne Phasen verschaffen:

  • Prodromalphase
  • Aura-Phase
  • Kopfschmerzphase
  • Rückbildungsphase

Prodromalphase: Welche Vorboten hat eine Migräneattacke?

Etwa jeder dritte Migränepatient nimmt Vorboten wahr, bevor die eigentliche Migräne ihre volle Symptomatik entfaltet. Diese Vorboten oder Anzeichen werden in der Fachsprache Prodromi genannt. Diese können sich wenige Stunden, aber auch einige Tage vor der eigentlichen Migräneattacke zeigen.
Oft sind Symptome wie Müdigkeit und Geräuschempfindlichkeit unspezifisch, sodass Du nicht gleich an Migräne denken wirst. Wer aber seinen Körper genau wahrnimmt, wird diese Anzeichen irgendwann relativ sicher als Vorboten der Migräne einordnen können.

Übersicht: Mögliche Vorboten in dieser Migräne Phase sind …

  • Müdigkeit
  • Unruhe, Gereiztheit
  • Verspannungen, vor allem im Nackenbereich
  • Kältegefühl
  • Gedrückte Stimmung
  • Verschwommenes Sehen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Blasse Haut
  • Heißhungerattacken

Was tun, wenn sich ein Migräneanfall anbahnt?

Befindest Du Dich offenbar in der Prodromalphase, solltest Du Dich nach Möglichkeit ausruhen und den Raum abdunkeln. Es gilt, sich abzuschotten und Ruhe in den oftmals hektischen Lebensalltag einkehren zu lassen. Das ist -zugegebenen- gerade mit Blick auf den Job nicht immer möglich. In Rücksprache mit Deinem behandelnden Arzt kannst Du bei Bedarf frühzeitig Medikamente einnehmen, um die Symptomatik erst gar nicht ausbrechen zu lassen.

Aura-Phase: Die Sinneswahrnehmung kann betroffen sein

Laut klinischen Untersuchungen tritt diese Migräne Phase nur bei bis zu 15 % aller Betroffenen auf. Charakteristisch für diese Phase ist das Auftreten von Störungen der Sinneswahrnehmungen, wobei es häufig zu Sehstörungen kommt. Hierbei kommt ein breites Spektrum in Betracht, zumal jeder Menschen Ausprägung und Intensität von Symptomen anders wahrnimmt. Flimmerndes Licht oder Lichtempfindlichkeit werden in dieser Phase oft beschreiben. Es kann auch zu Missempfindungen kommen, die sich als Kribbeln in Beinen oder Armen zeigen. Manche Betroffene klagen auch über
Störungen des Gleichgewichts. Es handelt sich um vorübergehende Symptome, die nicht von dauerhafter Natur sind.

Tritt diese Phase auf, sollte Sie nicht länger als 60 Minuten dauern. Ansonsten ist dringend eine ärztliche Abklärung durchzuführen, um andere Ursachen ausschließen zu können.

Kopfschmerzphase: Nun hämmert es im Kopf!

Innerhalb der Migräne Phasen ist diese für Betroffene mit Abstand am heftigsten. Starke Kopfschmerzen sind prägend für diese Phase, die bis zu 72 Stunden anhalten kann. Viele Betroffene beschreiben den Kopfschmerz als pochend bis unerträglich. Je nach Ausprägung des Kopfschmerzes können mit Übelkeit, Erbrechen und Geruchsempfindlichkeit weitere Symptome hinzukommen.

Charakteristisch ist, dass sich die Symptome bei körperlicher Anstrengung verschlimmern. Innerhalb dieser Phase sollte nach Möglichkeit Bettruhe eingehalten werden. Der pochende Schmerz lässt sich damit erklären, dass die Blutgefäße in der Hirnhaut entzündet und gereizt sind. Fließt nun Blut durch diese Gefäße, wird der Schmerz als unangenehm pochend empfunden.

Rückbildungsphase: Betroffene erholen sich langsam wieder

Innerhalb der Migräne Phasen dürfte diese für Betroffene die lang ersehnte Besserung bringen. Die Beschwerden und deren Intensität nehmen ab. Am Ende einer akuten Migräneattacke fühlen sich viele müde und sehr abgeschlagen. Daher kann sich die Erholungsphase auf einen Zeitraum von ca. 24 Stunden erstrecken.

Fazit der Migräne Phasen: Eine Attacke kündigt sich meistens spürbar an

Bereits in der ersten der vier Migräne Phasen bekommen viele Betroffen Vorboten zu spüren, die den nahenden Schub ankündigen. Mit den hier vorgestellten vier Migräne Phasen kannst Du nun Verlauf und Symptomatik sehr viel differenzierter betrachten. Das hilft Dir, Deinen Körper besser wahrzunehmen und Vorboten frühzeitig zu erkennen. So kannst Du im Idealfall schon einen Gang runterschalten und Deinem Körper Ruhe gönnen. Denn diese ist abgesehen von Schmerztabletten der beste Weg, um die Symptome möglichst schnell wieder verschwinden zu lassen.

Wie äußert sich ein Migräneanfall?

Wer bewusst auf sich achtet, wird die Symptome der ersten Phase konkretisieren können und bald schnell erkennen, wann sich die nächste Migräneattacke anbahnt. Grundsätzlich kann jede Attacke in Länge und Intensität variieren, wobei auch das eigene Grundempfinden sicher eine Rolle spielt.

Mit den differenzierten Kenntnissen zu den vier Migräne Phasen sollte es Dir in Zukunft leichter fallen, auf Deinen Körper zu achten. Auch das Gespräch mit dem behandelnden Arzt kann so wesentlich fokussierter verlaufen.

Dieser Beitrag stellt keine medizinische Beratung dar. Er ersetzt nicht den Besuch bei einem Arzt und ist auch nicht geeignet, um Diagnosen zu stellen. Weiterhin erhebt der Beitrag keinen Anspruch auf Vollständigkeit.