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Der Kopfschmerzhelden-Blog

Augenmigräne

Inhaltsverzeichnis

Die Anfälle kommen bei der Augenmigräne ohne Vorwarnung. Sie äußern sich durch verschiedene Symptome, wie ein eingeschränktes Sehen, Flimmern, Flackern und Lichtblitze. Die Beschwerden sind sehr unangenehm, verschwinden aber meistens innerhalb kurzer Zeit wieder. Doch wodurch entsteht Augenmigräne eigentlich, wie unterscheidet sie sich von anderen Migräneformen, welche Beschwerden
gehen damit einher und was kann man dagegen tun?

Augenmigräne – die Symptome

Die Augenmigräne (ophthalmische Migräne) macht sich als Unterform der Migräne durch neurologische Beschwerden bemerkbar, beispielsweise:

  • Lichtblitze
  • Flimmern vor den Augen
  • Eingeschränktes Gesichtsfeld
  • Verschwommenes Sehen
  • Seltene Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen
  • Schwindel und Lichtempfindlichkeit

Bei einem starken Migräneanfall sind auch Doppelbilder und optische Halluzinationen möglich. Kurzzeitig kann es sogar zum Sehverlust kommen.

Augenmigräne – Unterschied zur klassischen Migräne

Kopfschmerzen können, aber müssen bei der Augenmigräne nicht vorhanden sein. Dies unterscheidet sie von der herkömmlichen Form, bei der die meist starken Kopfschmerzen ein typisches Symptom sind.

Das hauptsächliche Merkmal ist, dass die Augen erheblich beteiligt sind. Bei der üblichen Migräne mit Aura können zwar ebenso Sehstörungen auftreten, die meistens durch Gleichgewichtsstörungen bedingt sind. Doch hierbei handelt es sich um Vorzeichen, die die folgende Kopfschmerzattacke ankündigen. Bei der Augenmigräne hingegen spielen Kopfschmerzen eine untergeordnete Rolle oder treten nicht auf.

Retinale Augenmigräne

Die retinale Augenmigräne ist eine eher seltene Sonderform, bei der lediglich ein Auge betroffen ist. Der Grund sind verengte Arterien der Netzhaut. Dadurch werden die Gefäße schlechter durchblutet. Da es sich bei dieser Form der Migräne um eine neurologische Erkrankung handelt, das Nervensystem demnach betroffen ist, verschwinden die Beschwerden auch bei geschlossenen Augen nicht.

Augenmigräne – Ursachen

Unter der Augenmigräne können beide Geschlechter jeden Alters leiden. Überwiegend sind es jedoch Frauen. Die Ursachen sind noch nicht gänzlich erforscht. Bei Hormonschwankungen, beispielsweise aufgrund der Pubertät, Einnahme der Antibabypille, Menstruation oder Wechseljahre, klagen viele Menschen über diese Form der Migräne.

Als Auslöser bzw. Trigger-Faktoren werden zudem vermutet:

  • Stark blendendes, grelles oder flackerndes Licht
  • Sonnenlicht
  • Wetterschwankungen
  • Stress
  • Schlafmangel
  • Alkohol und Nikotin
  • Verschiedene Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln, beispielsweise Glutamat und Histamin
  • Schmerzen im Nackenbereich

Auch einige Medikamente stehen im Verdacht, eine Augenmigräne verursachen zu können. Dies alles beeinflusst das Nervensystem. Der Sehnerv wird in den Fällen mit zu wenig Blut und Sauerstoff versorgt. Wenn die Reize verarbeitet werden, kommt es zu Fehlern, die Betroffene als Sehstörungen wahrnehmen. Die Bilder werden falsch in das Gehirn weitergeleitet. Auch eine genetische Disposition wird als Auslöser vermutet.

Behandlung der Augenmigräne

Viele sind über die neurologischen Ausfallerscheinungen erschreckt. Dies gilt vor allem bei erstmaligem Auftreten. Doch die Augenmigräne ist meist nicht gefährlich. Lege Dich hin und gönne Deinen Augen Entspannung. Ruhe, Dunkelheit und ein kühles Tuch auf der Stirn und den Augen sind ideal. Warte am besten ab, bis die Symptome von allein verschwinden. Nach zehn Minuten bis maximal einer Stunde ist dies in der Regel der Fall, während die klassische Migräne bis zu drei Tage andauern kann. Schmerzmittel können bei Kopfschmerzen Linderung verschaffen. Wenn Du die Auslöser kennst, kannst Du die Anzahl der Attacken reduzieren oder sogar gänzlich verhindern. Es soll auch Zusammenhänge mit einem Magnesiummangel geben.

Augenmigräne – wann zum Arzt?

Bleiben die Symptome länger als eine Stunde bestehen, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Das Gleiche gilt, wenn die Migräne-Anfälle von Mal zu Mal stärker werden. Ein Mediziner kann ausschließen, dass die Sehstörungen aus einer Erkrankung resultieren, beispielsweise:

  • Netzhautablösung
  • Schlaganfall
  • Tumor

Fazit

Eine Augenmigräne ist eine neurologische Erkrankung, bei der die Ursache nicht bei den Augen, sondern bei den Nerven liegt. Lichtblitze und Sehstörungen sind typische Begleiterscheinungen. Die Beschwerden sollten bei dieser Sonderform der Migräne innerhalb von Minuten bis höchstens eine Stunde vorübergehen. Auch wenn die Symptome unangenehm sind, die Augenmigräne hinterlässt gewöhnlich keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Zu den vermuteten Ursachen gehören Schwankungen des Hormonhaushalts, Stressoren, Schlafmangel, blendendes Licht und der erhöhte Konsum von Alkohol oder Nikotin. Eine gesonderte Therapieform gibt es nicht. Die Trigger-Faktoren zu kennen, ist wichtig bei der Behandlung bzw. Verringerung oder Beseitigung der Attacken. Konntest Du den Anfall nicht verhindern, sorge für Ruhe und Entspannung der Augen.

Dieser Beitrag stellt keine medizinische Beratung dar. Er ersetzt nicht den Besuch bei einem Arzt und ist auch nicht geeignet, um Diagnosen zu stellen. Weiterhin erhebt der Beitrag keinen Anspruch auf Vollständigkeit.